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Schulbetrieb - Lehrgangsarten

Die Niedersächsische Landesfeuerwehrschule Celle im Jahre 2001 (Löschteiche)
Die Nds. Landesfeuerwehrschule Celle im Jahre 2001 (Löschteiche)

In den Gründungsjahren steht die Vermittlung von Führungspraxis bei der Brandbekämpfung im Vordergrund. Von einem sogenannten Führungslehrgang ausgehend, werden schließlich, entsprechend den reichseinheitlichen Vorgaben, die taktischen Einheitsführer und Amtsinhaber geschult, daneben, als Folge der sich ausweitenden Motorisierung, technische Spezialisten.

In den 50er Jahren umfasst das Lehrgangsangebot folgende Lehrgänge: Truppführer, Gruppenführer, Zugführer, Oberstufenlehrgang, Maschinisten (TS und LF), Gerätewart und Atemschutzgerätewart.

Im Jahre 1957 wir der erste Lehrgang für Brandmeister von Berufsfeuerwehren durchgeführt, der in sechswöchiger Dauer die Ausbildung zum Gruppenführer beinhaltet. Ende der 60er werden in diesem Lehrgang alle hauptberuflichen Kräfte, also auch die der Werkfeuerwehren zusammengefasst. Weiterhin werden, nach Entwicklung neuer Lehrgangs- und z. T. auch Fahrzeugkonzepte, die Lehrgänge für Brandinspektoranwärter (hauptberufliche Feuerwehrangehörige), Nachrichtenübermittlung, Technische Hilfeleistung und Ölwehr sowie friedensmäßigen Strahlenschutz in das Programm aufgenommen, wobei die beiden letztgenannten Lehrgänge bundesweit erstmalig an einer Landesfeuerwehrschule durchgeführt werden. Schließlich erfolgt ab 1966 die Zivilschutzausbildung für den Fachdienst Brandschutz. Dabei fällt der Niedersächsischen Landesfeuerwehrschule Celle die Aufgabe zu, auch die Bereitschaftsführer für die Bundesländer Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein auszubilden.

Mitte der 70er Jahre werden aus den Erkenntnissen verschiedener Katastrophen (Waldbrände, Dammbruch des Elbe-Seitenkanals, Sturmfluten) ein neues Führungssystem konzipiert und in einem Sonderlehrgang für Führungskräfte vermittelt. Aus diesem geht später der Lehrgang "Führungskräfte von Verbänden" hervor. Ausbildungsschwerpunkt ist hierbei das stabsmäßige Führen taktischer Einheiten.

In den 80er Jahren erfolgt, nicht zuletzt aufgrund der einsatzbedingten Erfordernisse, eine Intensivierung der Ausbildung in Form der Erweiterung der Gruppen- und Zugführerlehrgänge von 35 auf 70 Stunden. In diese Zeit fällt auch die Einführung von Ausbilderlehrgängen als Voraussetzung der Delegation technischer Lehrgänge (Maschinisten, Atemschutzgeräteträger, Sprechfunker) auf die Kreisebene. Die Auslagerung der genannten Lehrgänge wird wegen der Erweiterung bestehender Lehrgänge und der verstärkten Lehrgangsplatzanforderungen bei begrenzter Schulkapazität vorgenommen.

Heute liegen die Schwerpunkte der Ausbildung neben der Brandbekämpfung in den Bereichen Gefährliche Stoffe, Technische Hilfeleistungen, Führen großer taktischer Einheiten, Ausbildung der Ausbilder, Ereignismeldung/Alarmierung (Lehrgang Feuerwehr-Einsatz-Leitstellen-Personal) und sind stark durch die Bemühungen um den Umweltschutz geprägt. Zur Zeit werden über 30 verschiedene Lehrveranstaltungen angeboten, darunter auch solche für die niedersächsische Justiz- und Bergverwaltung.

Schulgebäude im Bremer Weg 164 im Jahre 1975

Schulgebäude im Bremer Weg 164 im Jahre 1975

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